Auswirkungen des Autoverkehrs

Zu allen Zeiten gab es Mobilität nicht zum Nulltarif. Sie war immer mit Folgen für die Umwelt verbunden. Schon im Altertum holzten die Römer den gesamten Apennin ab, um ihre Schiffsflotte zu bauen. Der Bau der Eisenbahn zerschnitt Landschaften, Wälder wurden für den Gleisbau gerodet. Die Loks, mit Holz oder Kohle befeuert, waren starke Luftverschmutzer.

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Doch in der heutigen Zeit hat der Verkehr nicht nur regionale sondern globale Auswirkungen. Naturwissenschaftler und Soziologen (Gesellschaftsforscher) beschäftigen sich mit den Folgen der Automobilität.
 

Der wachsende Kraftstoffverbrauch des Straßenverkehrs trägt mit dazu bei, dass die Erdölreserven bei gegenwärtigen Verbrauch nur noch für ca. 46 Jahre reichen (BP Statistical Review 2011), auch wenn in den letzten Jahren der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch (pro km) durch verbesserte Motoren zurückgegangen ist.

Der Verbrauch fossiler Energien bedeutet gleichzeitig eine Belastung für die Umwelt. Bei der Verbrennung von Kraftstoffen wie Benzin und Diesel entweicht mit den Abgasen eine Fülle von Luftschadstoffen, die sich unterschiedlich auf die Umwelt und die Menschen auswirken. Folgen der „Luftverschmutzung“ sind Schädigungen der Wälder durch Stickoxide (NOX), Schwefeldioxid (SO2) und Kohlenwasserstoffe CHX.

Die Feinstaubbelastung durch Rußpartikel (PM10) hat direkte Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen; die Partikel verursachen Atemwegserkrankungen.

Der so genannte „Sommersmog“, d. h. die Überschreitung der Grenzwerte für Ozon (O3), reizt die Schleimhäute der Augen und der Atemwege.

Ein großes Problem des Verkehrs ist sein Beitrag zum Treibhauseffekt und die dadurch hervorgerufenen Klimaveränderungen. Beim Verbrennen von Kraftstoff in den Motoren entsteht Kohlendioxid (CO2-Emissionen), ein klimawirksames Gas, das für rund die Hälfte des derzeitigen Treibhauseffektes verantwortlich ist und nicht durch Filter zurückgehalten werden kann.

Der Straßenverkehr benötigt viel Platz. Die Verkehrsflächen wachsen ständig, aber Platz ist nicht vermehrbar, besonders nicht in den Städten. Der Boden wird asphaltiert, „versiegelt“, natürliche Lebensräume werden zergliedert und zerstört. In der Stadt zerschneiden Straßen Wohnquartiere und schränken die Bewegungsfreiheit der Bewohner ein.

Der Straßenlärm beeinträchtigt die Lebensqualität und die Gesundheit der Anwohner größerer Straßen. 55 % der Bevölkerung fühlen sich durch den Straßenverkehrslärm belästigt.
Quelle: © Umweltbundesamt (http://www.umweltbundesamt-daten-zur-umwelt.de)

Verkehrsunfälle sind die schlimmsten Folgen des Straßenverkehrs für die Menschen.
 

Die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien (Wasserstoff, Erdgas, Biodiesel, Hybrid- Fahrzeuge), die die Umwelt weniger belasten und die CO2-Emissionen reduzieren können, wird vorangetrieben. Fahrzeuge mit alternativen Antrieben sind heute aber noch die Ausnahme.

Eine Antwort auf die Belastungen durch den Autoverkehr ist die Förderung des ÖPNV und ein Umdenken bei der Verkehrsmittelwahl.

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