Die in Rio de Janeiro 1992 verabschiedete Agenda 21 war ein erster Schritt in eine umweltgerechte Zukunft.
Um das globale Problem des vom Menschen verursachten Klimawandels in den Griff zu bekommen, mussten konkrete Maßnahmen beschlossen werden.
Mit der Verabschiedung des Kyoto-Protokolls 1997 in Japan wurden genauere, rechtsverbindliche Maßnahmen beschlossen. Diese haben in den betroffenen Ländern Auswirkungen auf alle wichtigen Wirtschaftszweige. Deshalb gilt das Kyoto-Protokoll als das bedeutendste internationale Abkommen zum Schutz der Umwelt, das es bisher gab:
Es wurde beschlossen, die wichtigsten vom Menschen produzierten Treibhausgase (Kohlenstoffdioxid, Methan, Lachgas, teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe, perfluorierte Kohlenwasserstoffe und Schwefelhexafluorid) um 5,2 Prozent – ausgehend von den Werten von 1990 – zu reduzieren.
20 % der Weltbevölkerung, die in Industrieländern leben, produzieren 80 % der Treibhausgase. Für sie gibt es besondere Verpflichtungen, die Emissionen zu reduzieren. Entwicklungsländer gehen im Kyoto-Protokoll keine Verpflichtungen ein.
Das Abkommen ist seit 2005 in Kraft. Bis dahin hatten 141 Staaten, die zusammen 62 % der CO2-Emissionen verantworten, das Abkommen ratifiziert, d. h. vom Parlament bestätigen lassen und ins Regierungsprogramm übernommen. Die USA, die fast 25 % der globalen Treibhausgase produzieren, hatte das Protokoll zwar unterschrieben jedoch wurde die Unterschrift im Jahre 2001 von G.W. Bush zurückgezogen. Australien hat als vorletzter Industriestaat das Protokoll erst 2007 ratifiziert. Der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß ist seit 1990 in vielen beigetretenen Staaten stark angestiegen, so dass die Ziele kaum erreichbar sind.
Es gibt für die Staaten, die das Kyoto-Protokoll unterzeichnet haben, verschiedene Wege, das Abkommen zu erfüllen, u. a.:
Auch in den USA beginnt seit 2006 ein Umdenken. Die Probleme der Erdölversorgung aufgrund internationaler politischer Konflikte und die knapper werdenden Erdölreserven lassen auch die USA an die Entwicklung alternativer Technologien denken.
Nach 2012 soll es eine weiterführende verbindliche Regelung zur Reduktion der Treibhausgase geben. Kleine Schritte dazu wurden auf den Nachfolgekonferenzen in Kopenhagen 2009 und Cancún 2010 gegangen. Dennoch ist die Weiterführung fraglich.
Unter Klett Lehrwerk-Online finden sich folgende Materialien:
http://unfccc.int/resource/docs/2008/sbi/eng/12.pdf Zwischenbericht mit Zahlen 1990-2006 (englisch)